Winter-Overlanding in den Alpen: Reifen, Regeln und Ausrüstung

Geländewagen mit Box im Herbst

Verschneite Pässe, klare Luft und leere Straßen: Winter-Overlanding in den Alpen ist ein besonderes Erlebnis. Es erfordert aber mehr Vorbereitung als eine Sommertour.

Winterausrüstung ist Pflicht

In Frankreich gilt in vielen Bergregionen von November bis März eine Pflicht für Winterreifen oder mitgeführte Schneeketten. In Italien legen Regionen und Straßenbetreiber eigene Zeiträume fest, meist von Mitte November bis Mitte April. Schilder an den Zufahrten zeigen, was gilt – prüfe die aktuellen Regeln vor der Abfahrt.

Die richtigen Reifen

All-Terrain-Reifen mit dem Alpine-Symbol (3PMSF) sind für viele Geländewagen der beste Kompromiss. Welche Modelle im Test überzeugen, zeigt unser Winterreifentest für Geländewagen. Schneeketten in passender Größe solltest du vor der Tour einmal probehalber montieren.

Gesperrte Pässe

Die meisten Hochstraßen und Schotterpisten sind im Winter gesperrt und werden nicht geräumt. Winter-Overlanding findet deshalb vor allem auf geöffneten Straßen, in Tälern und auf ausgewiesenen Stellplätzen statt. Gesperrte Wege niemals umfahren – Lawinengefahr.

Schlafen in der Kälte

  • Schlafsack mit Komforttemperatur deutlich unter 0 °C
  • Isomatte mit hohem R-Wert, idealerweise zwei Matten kombiniert
  • Standheizung oder gut belüftetes Fahrzeug – niemals mit Gas im geschlossenen Zelt heizen

Ausrüstung schützen

Schnee, Salzwasser und Matsch setzen der Ausrüstung zu. Wasserdichte Offroad Boxen halten den Inhalt trocken, und die Dichtungen schützen auch vor Streusalz. Schaufel und Bergeboards helfen, wenn das Fahrzeug im Schnee feststeckt.

Kurze Tage planen

Im Winter ist es früh dunkel. Plane kurze Etappen, starte bei Tageslicht und erreiche dein Ziel vor der Dämmerung.

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